Iglo plant in Deutschland für das gesamte Produktportfolio (Fisch, Gemüse, Kräuter, Fertiggerichte) das neutrale Lebensmittelkennzeichnung-System Nutri-Score einzuführen, auch bekannt als 'französische Lebensmittelampel', die im Nachbarland bereits im Herbst 2017 eingeführt wurde. Wie das Unternehmen bekannt gab, soll ab Anfang 2019 die Kennzeichnung nach und nach auf das gesamte Portfolio ausgerollt werden. Mit diesem freiwilligen Schritt wolle das Unternehmen in der Branche Vorbild sein. Nutri-Score ist eine fünfstufige Farbskala, die auf der Vorderseite der Verpackung angebracht wird und dem Verbraucher auf einen Blick erklärt, wie die Nährwertelemente des verpackten Produktes pro 100 Gramm zu bewerten sind. Nutri-Score verrechnet wünschenswerte und weniger wünschenswerte Nährwertelemente miteinander - und gibt so eine ausbalancierte Orientierung. Zu den erwünschten zählen der Anteil an Obst und/oder Gemüse am Gesamtprodukt, Ballaststoffe und Eiweiß. Zucker und Energie stehe auf der Negativseite der Berechnung, genauso wie gesättigte Fettsäuren und Salz. Nur wenn ein Produkt insgesamt eine sinnvolle Zusammensetzung hat, ergibt dies einen guten bis sehr guten Nutri-Score Wert.Das System biete Verbrauchern eine Orientierung, um leicht verständlich die Gesamtheit der Nährstoffe abzuwägen. Nutri-Score wurde von unabhängigen Wissenschaftlern entwickelt. 'Das im letzten Jahr in Frankreich eingeführte weiterentwickelte Kennzeichnungssystem Nutri-Score basiert auf dem Nährwertprofilsystem der britischen Food Standards Agency (FSA-NPS), ist leicht verständlich und wird von den Verbrauchern gut angenommen', erklärt Prof. Dr. Helmut Heseker vom Institut für Ernährung, Konsum und Gesundheit der Universität Paderborn. 'Verbraucherbefragungen haben wiederholt gezeigt, dass der Großteil der Verbraucher die derzeit üblichen Nährwertangaben auf der Verpackungsrückseite nicht versteht und bei der Kaufentscheidung nicht beachtet. Mit Nutri-Score erhalten die Verbraucher eine einfache und transparente Information über das von ihnen ausgewählte Produkt und können dieses beim Einkauf mit Alternativen vergleichen. Wichtig ist, dass mit Nutri-Score eine Lebensmittelkennzeichnung verfügbar ist, die wissenschaftlichen Maßstäben standhält', so der Wissenschaftler. Quelle: Iglo (November 2018)
Kaufland bietet als erster Lebensmittelhändler bundesweit in allen über 660 Filialen bei seinem kompletten Tiefkühl-Eigenmarkensortiment nur noch ASC- und MSC-zertifizierten Fisch und Garnelen an. 'Wir freuen uns, dass wir als Erster diese tolle Botschaft für die Branche verkünden können', sagt Sebastian Schlag, Geschäftsleitung Kaufland Eigenmarken. Das Sortiment umfasst rund 30 Artikel, die dauerhaft im Sortiment sind, wie Knusper- und Schlemmerfilets, Fischstäbchen, Garnelen und Lachsfilet sowie Saisonartikel. 'In den Zielen und Prozessen bei Kaufland ist das Engagement im Bereich Nachhaltigkeit (CSR) tief verankert,' heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Initiative 'Machen macht den Unterschied' spiegele die Haltung und die Identität von Kaufland wider. Der LEH-Filialist bietet mit durchschnittlich 30.000 Artikeln ein großes Sortiment an Lebensmitteln an. Dabei liegt der Fokus auf den Frischeabteilungen, darunter auch für Fisch. Kaufland mit Sitz in Neckarsulm (Baden-Württemberg) ist Teil der Schwarz-Gruppe, die zu den führenden LEH-Unternehmen in Deutschland gehört. Foto & Quelle: Kaufland (November 2018)
Dr. Oetker hat angekündigt, seinen Bezug von Hühnerfleisch bis 2026 auf strengere Standards umzustellen. Für seine Produktion in Europa soll bis zu diesem Zeitpunkt das Hühnerfleisch vollständig aus Quellen bezogen werden, die nach Kriterien der Europäischen Masthuhn Initiative gemästet werden. Bisher liegt der Anteil des Bielefelder Unternehmen bei rund 20 Prozent. Das Fleisch wird in erster Linie für die Produktion der Pizza 'Ristorante Pollo' verwendet. Hierfür benötigt Dr. Oetker nach eigenen Angaben pro Jahr das Fleisch von etwa zwei Millionen Masthühnern.In den Niederlanden bezieht Dr. Oetker schon jetzt das Hühnerfleisch von Erzeugern, die den Beter-Leven-Standard erfüllen. Dieses vom Unternehmen als Leitlinie festgelegte Tierschutzprogramm geht in einzelnen Bestimmungen wie Besatzdichte, Auslauf sowie Aufzuchtdauer sogar über die bisherigen Kriterien der Europäischen Masthuhn Initiative hinaus. In anderen Punkten setze sich Dr. Oetker für eine Angleichung dieser und weiterer Standards ein. Dadurch sollen Züchter und Betriebe die Standards leichter umsetzen können.Die Kriterien der Masthuhn Initiative greifen die wichtigsten Problembereiche wie 'Turbo-Mast', Mangel an Platz und Beschäftigungsmaterial sowie Fehlbetäubung bei der Schlachtung auf. Die Kriterien gehen vielfach über die Standards der Initiative Tierwohl hinaus. Eine Übersicht der Albert-Schweitzer-Stiftung, die den Vergleich zwischen Initiative Tierwohl und der Europäischen Masthuhn Initiative zeigt, haben wir für Sie hier hinterlegt. Quelle & Bild: Albert-Schweitzer-Stiftung / Dr. Oetker (November 2018)
Die holländischen Produzenten und Trader Anova Seafood (Umsatz: 100 Mio. Euro) und Seafood Connection (Umsatz: 170 Mio. Euro) haben beschlossen, im Rahmen eines 'strategischen Transfers' die Anova-Segmente TK-Produktion und -Verkauf an Seafood Connection zu übertragen, meldet IntraFish. Anova ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen europäischen Akteur sowohl in der Frische als auch für gefrorene Seafood-Produkte geworden. Die Produkte werden unter den eigenen Marken 'Anova', 'Sea & We' und 'Del Mare' vertrieben wie auch unter mehreren Handelsmarken.In den kommenden Jahren will sich Anova stärker spezialisieren und auf seine Kernkompetenzen frische und gekühlte Produkte konzentrieren, und zwar beginnend zum kommenden Jahr. Das teilten die beiden Inhaber Constant Mulder und Willem Huisman mit. Seafood Connection wiederum, seit 2013 Teil des japanischen Seafood-Konzerns Maruha Nichiro, liefert europaweit ein breites Sortiment an TK-Seafood an LEH, Foodservice, Großhändler und weiterverarbeitende Unternehmen. 'Wir sehen in der Aufnahme von Anovas Produktportfolio eine Menge Potential', kommentierte SeaCon-Geschäftsführer Jan Kaptijn den Transfer. Bild: Anova Seafood Quelle: Fischmagazin
Die Conditorei Coppenrath & Wiese wurde von der ZEIT-Verlagsgruppe und Herausgeber Florian Langenscheid als eine 'Marke des Jahrhunderts 2019' ausgezeichnet. Bei diesem Projekt zeichnet eine Jury im mehrstufigen Auswahlverfahren jene Marken aus, die in der eigenen Produktgattung beispielhaft für die gesamte Gattung stehen. Zu den Preisträgern der Vergangenheit zählen beispielsweise Marken wie 'Tempo Taschentücher', 'Persil', 'Aspirin' oder 'Duden'. Alle Siegermarken von 'Deutsche Standards - Marken des Jahrhunderts' wurden im Rahmen des 'Deutschen Wirtschaftsforums' in Frankfurt am Main vorgestellt. Quelle & Bild: Conditorei Coppenrath & Wiese (November 2018)
Der Kälte- und Klimaspezialist Bitzer und der Automatisierungsexperte Wurm haben einen Joint-Venture-Vertag unterzeichnet, in dem Bitzer zum 1. Januar 2019 Mehrheitsgesellschafter der neu gegründeten Wurm Holding GmbH wird. Alle nationalen und internationalen Gesellschaften von Wurm als einem der führenden Hersteller von elektronischen Systemlösungen für Kälte-, Klima- und Lüftungsanwendungen werden in die neue Holding integriert. Die Zusammenarbeit steht noch unter dem Vorbehalt der Wettbewerbsbehörden.Die Wurm Firmengruppe ist ein führender Anbieter von Automatisierungssystemen für Kälteanlagen und das technische Gebäudemanagement im filialisierenden Einzelhandel in Deutschland und Europa. Das 1872 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Remscheid erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von 55 Millionen Euro und beschäftigt mehr als 220 Mitarbeiter. Die Bitzer Firmengruppe ist einer der weltgrößten Hersteller von Kältemittelverdichtern und global vertreten. Im Jahr 2017 erwirtschafteten 3.500 Mitarbeiter einen Umsatz von 740 Millionen Euro. Auf dem Bild (v.li.n.re.): Rainer Große-Kracht (Vorstandsmitglied und Chief Technology Officer bei Bitzer), Dr. Horst Peter Wurm (geschäftsführender Gesellschafter der neuen Wurm Holding GmbH) und Frank Hartmann (Vorstandsmitglied und Chief Financial Officer bei Bitzer). Quelle & Bild: Bitzer (November 2018)
Als 'historisch niedrig' bezeichnen Marktbeobachter den Ertrag der Kartoffelernte. Wie der Landvolk-Pressedienst meldet, wird die Gesamternte in Deutschland auf 8,7 Millionen Tonnen beziffert, im Vorjahr fiel die Erntemenge um drei Millionen Tonnen größer aus. Niedersachsen ist hieran mit knapp der Hälfte beteiligt, hier liegt fast die Hälfte der bundesdeutschen Kartoffelfläche von 250.000 Hektar. Auch EU-weit fiel die Kartoffelerntemenge mit knapp 54 Millionen erheblich kleiner aus als im Vorjahr (64,6 Mio. t). Grund für die geringeren Erträge sind die witterungsbedingten Einbußen durch den trockenen und heißen Sommer. So lag die Anbaufläche in der EU mit 1,76 Millionen Hektar nur um 40.000 Hektar unter dem Vorjahreswert.Der Kartoffelanbau der EU, der sich vorwiegend auf Nordwesteuropa konzentriert, verzeichnete nicht nur in Deutschland kräftige Ernteeinbußen gegenüber dem Vorjahr, sondern auch in Großbritannien, den Niederlanden und Belgien. Das belegen die noch vorläufigen Daten aus den Ländern bzw. Angaben von Eurostat. Danach ist nur Frankreich glimpflich davongekommen, und zwar vor allen Dingen dort, wo Beregnung die Erträge absichern konnte. Mit hohem Aufwand für die Beregnung haben auch Niedersachsens Landwirte im Nordosten des Landes ihre Kartoffelerträge einigermaßen über den Sommer gerettet. Sorgen bereitet ihnen allerdings die Lagerfähigkeit der Knollen, da sie zur Erntezeit sehr warm waren. Nur nach vorhergehender Kühlung ließen sich die Kartoffeln einlagern. Eine höhere Nachfrage nach Kartoffeln kommt in erster Linie von der Kartoffel verarbeitenden Industrie, der Frischverzehr der privaten Haushalte dagegen hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgenommen. Foto: U.J. Alexander/Fotolia (November 2018) Quelle: Landvolk Presse Dienst
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat mit Seleggt-Geschäftsführer Dr. Ludger Breloh und dem stellvertretenden Rewe-Vorstandsvorsitzenden Jan Kunath ein nun marktreifes Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Brut-Ei vorgestellt. In zunächst 223 Rewe- und Penny-Märkten in Berlin können Kunden die ersten Konsumeier kaufen, deren Legehennen als Brut-Ei das Seleggt-Verfahren durchlaufen haben. Seleggt ist ein Joint Venture der Rewe Group mit einem Technologie-Unternehmen, gefördert durch das BMEL. Pro Jahr werden in Deutschland rund 45 Millionen männliche Küken getötet, die von Legehennenrassen stammen, da sie weder Eier legen noch beim Mästen genug Fleisch ansetzen. Das neue Verfahren soll dazu führen, dass männliche Küken gar nicht erst ausgebrütet werden.Die Rewe Group plant bereits für das kommende Jahr die nationale Markteinführung der so genannten 'respeggt-Freiland-Eier' auf alle rund 5.500 Rewe- und Penny-Märkte in Deutschland auszudehnen. Parallel erarbeitet Seleggt ein Geschäftsmodell, um die Technik der Branche kostenneutral als Dienstleistung zur Verfügung zu stellen. Ab 2020 soll auch ersten Brütereien das patentrechtlich geschützte Verfahren zur Nutzung angeboten werden.Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner: 'Mein Ministerium hat mit rund fünf Millionen Euro die Erforschung von vielversprechenden Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Brut-Ei unterstützt. Deutschland ist mit der Marktreife des heute vorgestellten Verfahrens Vorreiter. Jetzt ist es möglich, durch ein nadelspitzen-winziges Loch das Geschlecht der Küken im Brut-Ei festzustellen.' Foto: Rewe Group (November 2018) Quelle: BMEL/Rewe Group
Die deutsche Ernährungsindustrie erwirtschaftete im August einen Umsatz von 15,3 Milliarden Euro und damit ein Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, vermeldet die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) in ihrem Konjunkturreport 10-18. Vor diesem positiven Hintergrund erhöhten die Lebensmittelhersteller ihre Produktion, so die BVE: Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg im Vorjahresvergleich um 2,3 Prozent. Hauptverantwortlich für die Entwicklung war das starke Inlandsgeschäft. Preisbereinigt stellte die Ernährungsindustrie hier ein kräftiges Plus von 3,8 Prozent auf. Im Export wurde nominal ein Umsatz von 5,0 Milliarden Euro erreicht. Dieses Ergebnis bleibt 1,6 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück.'Aufgrund des Handelsstreits zwischen den USA und China gab es im September 2018 einen nachfragebedingten Preisrückgang auf den internationalen Märkten', erklärt die BVE. Dementsprechend sank der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel um 3,7 Prozent zum Vormonat und um 7,6 Prozent zum Vorjahr. Im Oktober zeigten sich die Lebensmittelhersteller zudem optimistisch, das Geschäftsklima der Branche stieg um etwa 2 Punkte gegenüber dem Vormonat und kletterte auch im Vorjahresvergleich. Besonders zufrieden zeigten sich die Unternehmen laut BVE mit der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage. Mit hohen Erwartungen an die Produktionspläne, Beschäftigung und Verkaufspreise blickt die Branche zuversichtlich in die Zukunft. Dagegen wurden die aktuelle Produktion und die Auftragsbestände gedämpfter beurteilt.Im Oktober 2018 verbesserte sich das Konsumklima auf 10,6 Punkte und blieb weiter auf einem hohen Niveau. Die Verbraucher waren zwar skeptischer in ihren Konjunkturerwartungen als zuletzt, dies wurde jedoch durch eine positive Anschaffungsneigung sowie hohe Einkommenserwartungen kompensiert. 'Der Konsum wird auch durch eine stabile Preisentwicklung gefördert, wodurch höherwertige Lebensmittel profitieren', betont die BVE. Im September erhöhten sich die allgemeinen Lebenshaltungskosten um 0,4 Prozent und die Lebensmittelpreise um 0,8 Prozent. Im Vorjahresvergleich verteuerten sich die Verbraucherpreise um 2,3 Prozent und die Lebensmittelpreise um 2,8 Prozent. Foto: Minerva Studio/Fotolia (November 2018) Quelle: BVE
Die Aviko Deutschland GmbH hat SSI Schäfer als Generalunternehmer für den Neubau und die Modernisierung des Logistikzentrums am Produktionsstandort Rain am Lech beauftragt. Dies beinhaltet den Neubau eines 2-gassigen Hochregallagers (HRL) und das Retrofit von zwei bestehenden TK-Shuttle-Lagern, so dass eine logistische Einheit entsteht. Das neue mehrfachtiefe HRL bietet 11.000 Palettenstellplätze für die rund 600 Artikel. Durch die Anlagenerweiterung hat Aviko in Rain am Lech künftig Platz für rund 25.000 Paletten. Die Inbetriebnahme ist für den Spätsommer 2019 vorgesehen.In Rain produziert Aviko vor allem Pommes frites und Bratkartoffeln für Deutschland und Österreich sowie den italienischen und südosteuropäischen Markt. Pro Jahr werden am Produktionsstandort etwa 280.000 Tonnen Kartoffeln angeliefert, woraus wiederum rund 170.000 Tonnen TK-Produkte entstehen. Quelle & Bild: SSI Schäfer (November 2018)