23.04.2026

Rewe Group vermeldet Umsatzrekord in 2025

Der Gesamtaußenumsatz der Rewe Group stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr von 96,5 Milliarden Euro um 4,0 Prozent auf erstmals 100,4 Milliarden Euro. In Deutschland konnte ein Umsatzplus von 4,6 Prozent auf 69,1 Milliarden Euro erzielt werden. Das internationale Geschäft der Unternehmensgruppe legte um 2,7 Prozent auf 31,3 Milliarden Euro zu.

Rewe Group-Vorstandsvorsitzender Lionel Souque: „Dass es uns gerade in diesem herausfordernden Geschäftsjahr erstmals gelungen ist, die 100-Milliarden-Euro-Umsatzmarke zu überspringen, macht uns stolz.“

Zahlen Geschäftsfeld Handel national und international


Rewe Deutschland legte um 3,0 Prozent zu und verzeichnete einen Umsatz von 32,4 Milliarden Euro. Penny konnte hierzulande den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr lediglich um 0,7 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro steigern. Insgesamt konnte das Geschäftsfeld Handel national mit Rewe- und Penny-Märkten ein Umsatzplus von 2,2 Prozent erzielen, was 42,5 Milliarden Euro entspricht. Die 1.620 selbstständigen Rewe-Kaufleute unter dem Dach der genossenschaftlichen Rewe Group steigerten die Umsätze um 7,2 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro.

Im internationalen Handel (Österreich und CEE-Länder) legte der Umsatz um 4,8 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro zu. Vor allem Mittel- und Osteuropa mit den Marken Billa und Iki wuchs mit einem Plus von 7,2 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Penny International, aktiv in Italien, Österreich, Rumänien, Tschechien und Ungarn, legte um 6,3 Prozent zu und verzeichnete einen Umsatz von 8,6 Milliarden Euro.

Das Geschäftsfeld Convenience mit der Lekkerland-Gruppe hielt den Umsatz nach eigenen Angaben trotz Einbußen durch Tabak-Verkaufsbeschränkungen in Belgien und den Niederlanden mit 15,3 Milliarden Euro annähernd stabil.

Rewe Group will 3 Milliarden Euro investieren


Die Investitionsoffensive wurde 2025 mit einem Volumen von 2,5 Milliarden Euro auf hohem Niveau fortgesetzt. Bei der Ergebnisentwicklung gab es aber auch Einschränkungen.

Das operative Ergebnis Ebita lag 2025 dem Unternehmen nach vor allem aufgrund geplanter Investitionen in eigene Kunden-Vorteilsprogramme und Kostensteigerungen bei Personal- und allen wesentlichen Sachkosten mit über 1,5 Milliarden Euro wie angekündigt unter Vorjahr (2024: knapp 2 Milliarden Euro). Der Konzern-Jahresüberschuss lag bei rund 525 Millionen Euro (2024: 1 Milliarde Euro - in dieser Größenordnung vor allem bedingt durch den Einmaleffekt einer Steuerrückerstattung). Die Umsatzrendite (Ebita) lag im Jahr 2025 bei 1,7 Prozent nach 2,3 Prozent in 2024 und 2,2 Prozent in 2023; beim Jahresüberschuss betrachtet nach 0,9 Prozent in 2023 und 1,2 Prozent in 2024 im Jahr 2025 bei 0,6 Prozent.

2025 hat das Unternehmen eigenen Angaben nach 2,5 Milliarden Euro in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investiert. Dazu zählen Digitalisierung, KI-Einsatz und Automatisierung, der Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur (IT, Lager, Logistik), die weitere Erhöhung des Immobilien-Eigentums sowie die Fortsetzung des Store-Modernisierungsprogramms in allen Geschäftsfeldern. Souque: „Angebote, Services, Innovationen: Bei allem, was wir tun, stehen unsere Kundinnen und Kunden im Mittelpunkt. Jeder Euro, den sie bei uns ausgeben, soll sich lohnen.“ Die eigenen Überwartungen übertroffen hätten von Anfang an der Rewe Bonus in der Rewe App sowie die Penny App. Für das laufende Geschäftsjahr plant die Rewe Group Investitionen in Höhe von ca. 3 Milliarden Euro.

Das Eigenkapital stieg auf knapp 11,6 Milliarden Euro (2024: rund 11 Milliarden Euro). Die Nettoverschuldung nach dem internationalen Rechnungslegungsstandard IFRS liegt eigenen Angaben nach bei rund 18 Milliarden Euro, die zinstragenden Finanzschulden ohne Leasing/zukünftige Mietschulden bei 4,3 Milliarden Euro. Die Ratingagentur S&P Global Ratings stuft die Bonität der Rewe Group weiterhin mit „BBB“ bei stabilem Ausblick ein. Eine im Sommer 2025 begebene Anleihe war nach Unternehmensangaben mehr als dreifach überzeichnet.

Die Zahl der Beschäftigten lag im abgelaufenen Geschäftsjahr unverändert zum Vorjahr bei insgesamt 380.000, davon 272.000 Mitarbeitende in Deutschland und ca. 108.000 im Ausland.

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