06.01.2026
Jedes vierte Unternehmen rechnet 2026 mit schlechteren Geschäften

Foto/Grafik: tippapatt/as
Pessimistische Einschätzungen für 2026 kommen vor allem aus dem Handel: 32,5 Prozent erwarten eine Verschlechterung im neuen Jahr.
Rund 26 Prozent der deutschen Unternehmen erwarten 2026 eine Verschlechterung ihrer Geschäfte, ergab eine aktuelle Umfrage des Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München. 59 Prozent der befragten Unternehmen rechnen damit, dass sich ihre wirtschaftliche Lage im kommenden Jahr nicht verändern wird. Nur 14,9 Prozent hoffen auf eine Verbesserung. „Die Unternehmen bleiben sehr zurückhaltend – von Aufbruchstimmung ist weit und breit nichts zu sehen“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. „Wirklich optimistisch blickt kaum eine Branche auf 2026.“
Die Skepsis erstreckt sich über alle Wirtschaftsbereiche. Industrieunternehmen erwarten zu 55,3 Prozent eine unveränderte Lage im neuen Jahr, 26,5 Prozent rechnen mit schlechteren Geschäften, 18,2 Prozent mit einer Verbesserung. Bei den Dienstleistungsunternehmen zeigt sich ein ähnliches Bild: Hier erwarten 62,8 Prozent eine stabile Lage, 23,2 Prozent eine ungünstige Entwicklung, 14 Prozent hoffen auf eine Verbesserung. Besonders viele pessimistische Einschätzungen kommen aus dem Handel. Hier erwarten 32,5 Prozent eine Verschlechterung.
Auch im Baugewerbe ist der Ausblick verhalten. 33,2 Prozent der Betriebe rechnen mit einer ungünstigeren Lage, 56,5 Prozent erwarten 2026 keine Veränderung und nur 10,3 Prozent hoffen auf bessere Geschäfte. „Die Zahlen sind insofern überraschend, als die Branche eigentlich auf das angekündigte Infrastrukturpaket hoffen könnte. Euphorie scheint dies noch nicht auszulösen“, sagt Wohlrabe.
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