11.02.2026
Dennree übertrifft Wachstum des Jubiläumsjahres 2024

Foto/Grafik: Dennree Gruppe
Dennree Geschäftsführung in zweiter Generation: Mareike und Joseph Nossol
Der Bio-Lebensmittelhändler Dennree (“Denns Biomärkte“) mit Stammsitz im oberfränkischen Töpen schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem konsolidierten Nettoumsatz von 1,6 Mrd. Euro erfolgreich ab. Im Vergleich zum Vorjahr erzielte das Unternehmen damit ein Umsatzplus von 8 Prozent.
Dennree investierte eigenen Angaben nach einen zweistelligen Millionenbetrag in die Erweiterung und Modernisierung seiner Standorte. So wurden 15 Märkte neu eröffnet und 13 bestehende umfassend modernisiert. Kund:innen können jetzt in insgesamt 411 Denns BioMärkten in Deutschland und Österreich aus einem Sortiment mit durchschnittlich rund 6.000 Bio-Lebensmitteln wählen. „Diese Entwicklung zeigt, dass sich unser konsequenter Fokus auf den Bio-Fachhandel, faire Preise und die Nähe zu unseren Kund:innen auch in einem herausfordernden Umfeld auszahlt. Dass wir stärker als der Markt wachsen konnten, bestätigt unsere strategische Ausrichtung ebenso wie das Vertrauen unserer Kund:innen“, kommentieren Mareike und Joseph Nossol, Dennree Geschäftsführung.
Kundenchampion 2025: Platz eins im Lebensmitteleinzelhandel
In der Studie „Kundenchampions 2025“, die das Marktforschungsinstitut YouGov jährlich im Auftrag des Handelsblatts durchführt, belegte die Marke den ersten Platz in der Kategorie Lebensmitteleinzelhandel. In den Top 5 erreichte Denns BioMarkt sowohl den höchsten Punktezuwachs als auch die höchste Kundenbewertung.
Erhöhter Mindestlohn und Betriebszugehörigkeitszuschuss
Mittlerweile beschäftigt die Dennree Gruppe 8.500 Mitarbeiter:innen. Der unternehmensinterne Mindestlohn auf 15 Euro brutto/Stunde erhöht. Langjährig Beschäftigte sollen künftig einen gestaffelten Zuschuss um bis zu 800 Euro pro Jahr auf das reguläre Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhalten
Nachhaltigkeit im Sortiment, strengere Qualitätskriterien und nachhaltige Verpackungen
Im Geschäftsjahr 2025 wurde unter anderem die Qualitätsoffensive Obst & Gemüse weiter vorangetrieben. Während nach Projektstart im September 2024 der Fokus zunächst auf den Bereichen Warenmanagement und Beschaffung lag, wurden 2025 die Qualitätsprüfung und Logistik analysiert. Im Eigenmarken-Sortiment wurden weitere Verpackungen überarbeitet, um die Recyclingfähigkeit zu verbessern und Verpackungsmüll zu reduzieren.
Dennree engagiert sich auch für Projekte entlang der Wertschöpfungskette: Mit jährlich 50.000 Euro fördert der Bio-Fachhändler die Entwicklung von widerstandsfähigen ökologischen Getreide-, Gemüse- und Obstsorten.
Auf dem Hofgut Eichigt wurde 2025 wurde mit dem Umbau des ehemaligen Milchviehstalls am Standort Großzöbern begonnen. Der modernisierte Stall entspricht den neuesten Tierwohlstandards, ist speziell für behornte Tiere konzipiert und wird für einen Teil der Mast genutzt. Parallel dazu erweiterte das Hofgut 2025 seine Produktpalette um weitere Bio-Erzeugnisse aus der hofeigenen Molkerei.
Abschied von Thomas Greim: Dennree auch künftig in Familienhand
Dennree Gründer Thomas Greim verstarb 2025 im Alter von 73 Jahren. Mareike und Joseph Nossol, beide zuvor 15 Jahre lang bereits als Geschäftsführung in verschiedenen Tochterunternehmen tätig, traten bereits im Januar 2024 neben ihrem Vater in die Geschäftsführung der Dennree Gruppe ein und führten diese seit Januar 2025 gemeinsam. Dieser Weg war seit mehr als zehn Jahren zwischen Thomas Greim und seinen acht Kindern geregelt und seitdem gut vorbereitet, so das Unternehmen.
2026 Livegang der neuen Denns Bio-App und KI-Digitalisierung
Der Bio-Fachhändler möchte die führende Position im Bio-Fachhandel in Deutschland und Österreich weiter ausbauen. Die Einführung der neuen Kundenapp „Denns Bio“ per 14. Januar 2026 sei dafür eine wichtige strategische Investition in die Zukunft des BioMarkt Verbundes.
2025 hat das Unternehmen das KI-gestützte Tools Relex eingeführt, um die Produktverfügbarkeit in den Märkten zu optimieren, die Verschwendung von Lebensmitteln weiter zu reduzieren und die Mitarbeitenden zu entlasten. So bestellt Relex bereits völlig automatisiert Trockenwaren und berücksichtigt dafür Einflussfaktoren wie die zur Verfügung stehenden Regalflächen und die regionale Kaufkraft zu bestimmten Zeitpunkten. Die konsistente Versorgung aller Stamm- und Bewegungsdaten wird über SAP sichergestellt. Ziel ist, den Roll-out von Relex im Jahr 2026 abzuschließen und sämtliche Märkte mit fast allen Sortimenten in das System zu integrieren.
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