26.02.2026
Gemüseernte 2025 auf Rekordniveau

Foto/Grafik: Towfiqu Barbhuiya/as
2025 erstmals das meistgeerntete Gemüse in Deutschland: Speisezwiebeln lösten Karotten an der Spitze ab.
2025 haben die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland insgesamt 4,5 Millionen Tonnen Gemüse geerntet, 8,1 Prozent mehr als 2024 und 13,2 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024. Die Erntemenge lag damit auf dem höchsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1990, berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis). Die insgesamt 5.960 Gemüse erzeugenden Betriebe weiteten die Anbauflächen für Gemüse gegenüber 2024 um 3,9 Prozent auf 131.700 Hektar aus – 3,6 Prozent mehr als im mehrjährigen Mittel (2019 bis 2024).
Von der Gesamtanbaufläche 131.700 Hektar entfielen 130.400 Hektar auf den Freilandanbau, dort wurde ein Flächenanstieg um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht. Die größten Anbauflächen im Freiland wurden mit 28.600 Hektar in Nordrhein-Westfalen bewirtschaftet, darauf folgten Niedersachsen mit 26.500 Hektar, Bayern mit 17.500 Hektar und Rheinland-Pfalz mit 16.000 Hektar.
Speisezwiebeln dominieren
Speisezwiebeln waren mit rund 903.300 Tonnen (+21,4 %) 2025 erstmals seit 1990 die Gemüseart mit der größten Erntemenge in Deutschland und lösten damit die Möhren ab (865.700 Tonnen, +1,8 %), gefolgt von Weißkohl mit 507.500 Tonnen (+18,8 %) und Einlegegurken mit 197.600 Tonnen (-7,5 %).
Mit der größten Anbaufläche seit 1990 lagen Speisezwiebeln 2025 mit 19.770 Hektar (+11,7 %) im Freiland ebenfalls an erster Stelle, gefolgt von Spargel mit 19.220 Hektar (-2,8 %) und Karotten mit 14.190 Hektar (+2,9 %). Danach folgten Weißkohl mit 6.500 Hektar (+5,6 %) und Speisekürbisse mit 5.750 Hektar (+9,5 %).
Ökologisch bewirtschaftete Gemüseanbaufläche wächst weiter
Ökologisch wirtschaftende Betriebe erzeugten 2025 auf rund 20.600 Hektar insgesamt 597.000 Tonnen Gemüse. Das entspricht 15,6 Prozent der gesamten Gemüseanbaufläche (+6,4 %) und 13,2 Prozent der Erntemenge (+12,6 %). Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024 zeigte sich eine Steigerung bei der ökologischen Anbaufläche für Gemüse um 17,3 Prozent und bei der Erntemenge um 33,7 Prozent.
Die größte Anbaufläche im ökologischen Gemüseanbau entfiel auch 2025 auf Karotten mit 3.340 Hektar. Speisekürbisse wurden auf 2.200 Hektar angebaut und Speisezwiebeln (2.150 Hektar), gefolgt von Roter Bete (1 790 Hektar). Besonders hohe Anteile ökologischer Erzeugung an der Gesamterntemenge zeigten sich bei den Gemüsearten Rote Bete mit 48,7 Prozent, Speisekürbisse mit 35,6 Prozent, Zucchini mit 34,9 Prozent sowie Frischerbsen mit 30,5 Prozent.
Gewächshäuser: vor allem mit Tomaten und Salatgurken belegt
Der Anbau von Gemüse unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen, zum Beispiel in Gewächshäusern oder unter hohen Folienabdeckungen, stieg 2025 mit 1.250 Hektar (+0,8 %) nur leicht gegenüber dem Vorjahr. Die Erntemenge nahm um 4,3 Prozent auf 219.200 Tonnen zu. Die größte Erntemenge im geschützten Anbau entfiel mit 108.600 Tonnen auf Tomaten (+0,5 %), gefolgt von Salatgurken mit 66.700 Tonnen (-2,7 %) und Paprika mit 18.500 Tonnen (+12,2 %).
Unter hohen Schutzabdeckungen lag der Anteil der ökologischen Gemüseanbaufläche mit 24,0 Prozent (300 Hektar) etwa 8 Prozentpunkte höher als im Freiland. Die Erntemenge von 33.800 Tonnen machte dabei 15,4 Prozent der gesamten Erntemenge im ökologischen Gemüseanbau aus.
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