07.04.2026
Bäckerhandwerk gegen Zuckersteuer

Foto/Grafik: Zentralverband
Sieht durch eine Zuckersteuer die wirtschaftliche Existenzen der Handwerksbetriebe gefährdet: Dr. Friedemann Berg, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks.
Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Diskussionen um die Einführung einer Zuckersteuer positioniert sich das Bäckerhandwerk klar gegen pauschale steuerliche Eingriffe in das Lebensmittelangebot. Aus Sicht der Branche werde damit ein komplexes ernährungs- und gesundheitspolitisches Problem auf eine unzureichende und potenziell kontraproduktive Einzelmaßnahme reduziert. "Es drohen Wettbewerbsnachteile und weitere Bürokratie für die Handwerksbetriebe, die aufgrund der aktuell steigenden Sprit- und Energiekosten bereits unter erheblichem Druck stehen", so der Verband.
Steuer verschärfe Wettbewerbsnachteile
„Die Einführung einer Zuckersteuer suggeriert einfache Lösungen für ein vielschichtiges Problem. Notwendig sind jedoch differenzierte, langfristig angelegte Strategien, die Eigenverantwortung stärken und echte Verhaltensänderungen ermöglichen“, erklärt Dr. Friedemann Berg, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks. Eine Zuckersteuer würde dabei insbesondere kleine und mittelständische Betriebe unverhältnismäßig stark belasten.
„Dies verschärft bestehende Wettbewerbsnachteile, gefährdet wirtschaftliche Existenzen der Handwerksbetriebe und kann langfristig zu einer Schwächung regionaler Versorgungsstrukturen führen. Im übrigen käme die Einführung einer Zuckersteuer in der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Situation zur Unzeit. Viele Betriebe befinden sich angesichts aktuell steigender Sprit- und Energiepreise unter Druck und benötigen nicht weitere Belastungen, sondern Entlastungen“, so Berg weiter.
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