26.08.2026
Bremerhaven: Tiefkühllogistik mit steigendem Bedarf

Foto/Grafik: FBG
Tiefkühlerzeugnisse gehören mit einem Anteil von rund 50 Prozent zu den wichtigsten Produkten der Lebensmittelindustrie im Bremerhavener Fischereihafen.
Der Bedarf an Tiefkühlkapazitäten in Bremerhaven wird in den kommenden Jahren weiter wachsen. Zudem werden in vielen der vorhandenen Kühlhäuser Investitionen unter anderem in eine klimafreundliche und kosteneffiziente Energieversorgung erforderlich. Das zeigt der erste Abschnitt einer von der Fischereihafen-Betriebsgesellschaft mbH (FBG) in Auftrag gegebenen „Kühlhausstudie“.
Prognose zeigt deutliches Plus
Mittelfristig erwarten die Unternehmen in bis zu fünf Jahren ein Bedarfsplus um gut 8.300 Stellplätze auf 120.800 EPS. Für die folgenden sechs bis zehn Jahre wird eine wachsende Nachfrage um maximal rund 48.000 EPS auf 160.800 Stellplätze prognostiziert. Basis der Zahlen sind Interviews mit allen Betreibern von Kühlhäusern mit einer Kapazität von mehr als 1.000 EPS in der Region. Lediglich der Betreiber eines kleineren Lagerhauses nahm nicht teil. In den Gesprächen signalisierten die Firmen die Bereitschaft, in die bestehenden Tiefkühlhäuser und deren Energieversorgung zu investieren. Fast die Hälfte der Anlagen ist mehr als 35 Jahre alt. Nahezu alle Interviewpartner hoben die Notwendigkeit hervor, die Objekte künftig mit erneuerbarer Energie zu betreiben.
Fokus auf Energie und Flächen
„Die Studie hat neben der großen Bedeutung der Tiefkühlhäuser für Bremerhaven auch die Dynamik dieses Themas offenbart“, sagt Sebastian Gregorius von der FBG. Ausdrücklich gewürdigt wurde die Bereitschaft vieler Betriebe, die CO2-Emissionen zu verringern, was den Zielen der Klimakooperation Fischereihafen (CCF) entspricht. Die Untersuchung ist Teil der FBG-Planung für die Entwicklung des Standorts. Im nächsten Schritt will die FBG laut Geschäftsführerin Petra Neykov validieren, wie stabil der Kapazitätstrend ist. Die aus Mitteln des Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds (EMFAF) finanzierte Studie wird deshalb in zwei weiteren Befragungsrunden fortgesetzt.
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