29.10.2026

Ostseequoten 2027: Fangmengen steigen teils deutlich

Die EU-Fischereiministerinnen und -minister haben in Luxemburg die Fangquoten für die Fischbestände in der Ostsee für 2027 festgelegt. Beim Dorsch ist eine Erholung weiterhin nicht in Sicht, die gezielte Fischerei und die Freizeitfischerei bleiben geschlossen. Die bislang geltenden Beifangmengen werden auf 2027 übertragen, sodass die Fischerei auf Plattfische wie Scholle, bei der Dorsch oft Beifang ist, ohne Einschränkungen möglich bleibt. Die Freizeitfischerei auf Lachs wird im bisherigen Umfang fortgeführt – Angler dürfen einen Besatzlachs pro Tag fischen.

Deutlich steigende Fangmengen gibt es bei Sprotte mit einem Plus von 44 Prozent auf eine EU-Gesamtfangmenge von 291.590 Tonnen (2026: 201.975) und beim zentralen Hering mit einem Plus von 71 Prozent auf 186.595 Tonnen (2026: 96.463). Bei der Scholle steigt die Fangmenge um 3 Prozent auf 11.237 Tonnen (2026: 10.973).

„Keine neuen Einschränkungen" für die Küstenfischerei


Deutschland setzte sich in den Verhandlungen für die kleine Küstenfischerei ein: Der westliche Hering kann weiterhin in begrenztem Rahmen mit passiven Fanggeräten wie Stellnetzen und Reusen gefangen werden. Die gezielte Fischerei auf Hering in der westlichen Ostsee bleibt jedoch aufgrund der schlechten Bestandssituation grundsätzlich geschlossen. Die EU-Gesamtfangmenge für den westlichen Hering bleibt bei 788 Tonnen, die deutsche Quote bei 435 Tonnen.

„Die Fischerei an unseren Küsten ist nicht nur ein Wirtschaftszweig, sondern auch ein besonderes Kulturgut und ein Teil unserer Heimat“, kommentiert der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer. „Die heutigen Beschlüsse des Rates zu den Fangquoten in der Ostsee bauen auf jahrzehntelangen Bemühungen zur Erholung der Fischbestände auf. Gleichzeitig ermöglichen sie, dass auch 2027 wichtige Fischereien weitergeführt werden können. Es gibt keine neuen Einschränkungen."

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