10.08.2026
Fleischproduktion im 1. Halbjahr 2026 leicht rückläufig

Foto/Grafik: SteffCunha/as
Im 1. Halbjahr 2026 entfielen 63,7 Prozent der gesamten gewerblichen Fleischmenge in Deutschland auf Schweinefleisch.
Die gewerbliche Fleischproduktion in Deutschland ist in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 leicht gesunken. Während die Erzeugung von Schweinefleisch ein leichtes Plus verzeichnete und Rindfleisch nahezu unverändert blieb, entwickelte sich die Geflügelfleischproduktion spürbar rückläufig.
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) produzierten die gewerblichen Schlachtunternehmen im 1. Halbjahr 2026 knapp 3,4 Millionen Tonnen Fleisch. Dies entspricht einem Rückgang von 0,4 Prozent bzw. 14.700 Tonnen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden in deutschen Schlachtbetrieben 24,0 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie 343,2 Millionen Hühner, Puten und Enten geschlachtet.
Leichte Erholung bei Schweinefleisch
Die Erzeugung von Schweinefleisch lag im 1. Halbjahr 2026 bei 2,2 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Plus von 0,5 Prozent (+10.300 Tonnen) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden 22,2 Millionen Schweine geschlachtet (+0,5 % bzw. +107.000 Tiere).
Maßgeblich für den Anstieg war die Zunahme bei Tieren inländischer Herkunft: Ihre Zahl stieg um 0,8 Prozent auf 21,9 Millionen Tiere, was einen Anteil von 98,4 Prozent an der Gesamtmenge ausmacht. Die Zahl der geschlachteten Import-Schweine ging hingegen deutlich zurück – um 14,0 Prozent auf 349.200 Tiere.
Deutliches Minus bei Geflügel – Rindfleisch konstant
Im Segment Geflügelfleisch verzeichneten die Schlachtbetriebe hingegen spürbare Rückgänge: Die Gesamtproduktion sank um 3,2 Prozent auf rund 755.000 Tonnen (-24.900 Tonnen). Insgesamt wurden 343,2 Millionen Geflügeltiere geschlachtet, was einem Rückgang der Stückzahl um 0,8 Prozent entspricht.
Die Rindfleischproduktion bewegte sich im ersten Halbjahr nahezu auf Vorjahresniveau. Mit 462.200 Tonnen lag das Erzeugungsvolumen lediglich um 0,1 Prozent (-600 Tonnen) unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Zahl der geschlachteten Rinder sank minimal um 0,1 Prozent auf 1,4 Millionen Tiere.
Schweinefleisch bleibt klarer Marktführer
Trotz der strukturellen Veränderungen der letzten Jahre dominiert Schweinefleisch nach wie vor die Erzeugung in Deutschland. Im 1. Halbjahr 2026 entfielen 63,7 Prozent der gesamten gewerblichen Fleischmenge auf Schweinefleisch. An zweiter Stelle folgte Geflügelfleisch mit einem Marktanteil von 22,3 Prozent, vor Rindfleisch mit 13,7 Prozent. Das Fleisch von Schafen, Ziegen und Pferden kam zusammen auf einen Anteil von rund 0,3 Prozent.
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