21.09.2026

Kirschenernte 2026: Plus bei Süßkirschen, Sauerkirschen schwächeln

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach der endgültigen Schätzung mitteilt, wurden im Sommer 2026 insgesamt rund 48.500 Tonnen Kirschen geerntet. Das entspricht einem Plus von 7,8 Prozent gegenüber dem Zehnjahresdurchschnitt (2016–2025) sowie einer Steigerung um 3,0 Prozent im Vergleich zum bereits ertragreichen Vorjahr.

Süßkirschen legen deutlich zu


Der Großteil der Ernte entfiel mit 80,2 Prozent (38.900 Tonnen) auf Süßkirschen. Diese lagen um 16,2 Prozent über dem zehnjährigen Mittelwert. Treibende Kraft war vor allem Niedersachsen mit einem Ernteplus von 66,0 Prozent gegenüber dem Zehnjahresdurchschnitt, aber auch im Hauptanbauland Baden-Württemberg fiel die Ernte mit 19.100 Tonnen überdurchschnittlich aus (+16,7 %). In Rheinland-Pfalz verzeichneten die Anbauer dagegen spürbare Einbußen (-37,2 %).

Sauerkirschen: Fläche schrumpft um ein Viertel


Für die verarbeitende Industrie von Bedeutung ist die Entwicklung bei den Sauerkirschen: Hier lag die Erntemenge mit 9.600 Tonnen (19,8 % der Gesamternte) um 16,8 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Hauptgrund ist der kontinuierliche Rückgang der Anbauflächen. Diese haben sich in den vergangenen zehn Jahren von 2.000 auf etwa 1.500 Hektar verringert (ein Minus von 25,8 %). Der Hektarertrag lag mit 6,4 Tonnen hingegen nur leicht unter dem Zehnjahresmittel (-1,1 %).

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