12.01.2026
Markführer für Wildfleisch meldet Insolvenz an

Foto/Grafik: Josef Maier
Zählt seit Jahrzehnten zu den etablierten Anbietern von tiefgekühlten Wildfleischprodukten: Josef Maier.
Das Familienunternehmen Josef Maier aus Bad Wörishofen, nach eigenen Angaben europäischer Marktführer für Wildfleisch, hat Ende Dezember Insolvenz angemeldet. Der entsprechende Antrag wurde beim Amtsgericht Memmingen gestellt. Zum Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Alexander Hubl von der Kanzlei SGP Schneider Geiwitz.
Das Unternehmen – in der Branche auch als Wild Maier bekannt – zählt seit Jahrzehnten zu den etablierten Anbietern von Wildfleischprodukten und beliefert den Lebensmitteleinzelhandel, den Großhandel sowie die Gastronomie in mehreren europäischen Märkten. Zum Sortiment gehören sowohl frische als auch tiefgekühlte Wildprodukte. Insbesondere im Tiefkühlsegment gilt Josef Maier als einer der prägenden Akteure.
Zu den Gründen für die wirtschaftliche Schieflage äußerte sich das Unternehmen bislang nicht öffentlich. In den kommenden Wochen soll der Insolvenzverwalter die wirtschaftliche Situation des Unternehmens prüfen und Möglichkeiten für eine Sanierung oder einen Investorenprozess ausloten. Ziel sei es, den Geschäftsbetrieb – soweit möglich – fortzuführen und die etwa 190 Arbeitsplätze zu sichern. Wie sich das Verfahren auf Lieferbeziehungen und bestehende Verträge auswirkt, bleibt vorerst offen.
Das Familienunternehmen Josef Maier wurde 1973 in Bad Wörishofen gegründet. Nach jahrelangem vergeblichen Bemühen, das Stammwerk auszubauen, übernahm Josef Maier 2020 im benachbarten Landsberg das Fleischwerk der Landsberger Wurstspezialitäten GmbH. Im Herbst 2023 zogen auch Verwaltung und Vertrieb nach Landsberg. Das Tiefkühllager, die Tiefkühllogistik und der Werksverkauf blieben vorerst in Bad Wörishofen.
Der TK-Report-Newsletter: Hier kostenlos anmelden