08.07.2026
Rewe Group und LEH-Allgäu GmbH übernehmen Feneberg-Filialen

Foto/Grafik: Rewe Group (Michael Pröck)
„Mit der Unterzeichnung haben wir einen wichtigen Schritt für eine langfristige Perspektive im Allgäu gemacht“, sagt Peter Maly, Vorstand der Rewe Group.
Für das insolvente Allgäuer Lebensmittel-Traditionsunternehmen Feneberg zeichnet sich eine langfristige Rettung ab. Die Rewe Group, die Eigenverwaltung der Feneberg Lebensmittel GmbH (FLM) sowie die LEH-Allgäu GmbH haben eine gemeinsame Investorenvereinbarung unterzeichnet. Damit soll die Zukunft der Feneberg-Standorte im Allgäu und in Süddeutschland gesichert werden.
Feneberg hatte am 1. April 2026 ein
Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Die nun getroffene Vereinbarung sieht vor, dass ein wesentlicher Teil der insgesamt 72 Feneberg-Märkte künftig unabhängig voneinander weiterbetrieben wird – aufgeteilt zwischen der Rewe Group und der LEH-Allgäu GmbH (unter der Führung des geschäftsführenden Gesellschafters Alexander Pade).
Arbeitsplätze und Nahversorgung im Fokus
Ziel des Investorenduos ist es, die Nahversorgung in der Region zu stärken und den betroffenen Standorten neue Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen. Mit der Vereinbarung wollen die Beteiligten eine langfristige Perspektive für die betroffenen Standorte schaffen: Ziel sei es, ein mittelständisches Traditionsunternehmen zu erhalten, Nahversorgung und Arbeitsplätze im Allgäu und in Süddeutschland zu stärken sowie den Kundinnen und Kunden auch künftig ein verlässliches Angebot zu bieten. Für die Mitarbeiter der Filialen bringe der Deal eine wichtige Absicherung: Sowohl Rewe als auch die LEH-Allgäu GmbH planen, die bestehenden Arbeitsverträge der Beschäftigten in den jeweils übernommenen Märkten unverändert fortzuführen.
„Mit der Unterzeichnung haben wir einen wichtigen Schritt für eine langfristige Perspektive im Allgäu gemacht“, erklärt Peter Maly, Vorstand der Rewe Group. Das Vorhaben liege ganz in der Stärke des genossenschaftlichen Geschäftsmodells der Kölner, um der Region und den Beschäftigten verlässliche Sicherheit zu bieten.
Der gerichtlich eingesetzte Gläubigerausschuss hat dem Vorhaben bereits zugestimmt. Die Umsetzung der Vereinbarung soll über einen Insolvenzplan erfolgen, dem die Gläubiger der Feneberg Lebensmittel GmbH noch final zustimmen müssen. Zudem steht das Geschäft unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Freigabe durch die Kartellbehörden. Bis zu diesen Entscheidungen wird das operative Geschäft bei Feneberg unverändert fortgeführt.
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